PRESSEMITTEILUNG: Vertreterinnen und Vertreter der SPD haben sich vor Ort ein Bild von der Verkehrssituation im Wohngebiet „Ewige Teufe“ in Hombruch gemacht. Trotz des seit über einem Jahr bezogenen Neubaugebiets fehlt es bislang an einer sicheren Verkehrs- und insbesondere fußläufigen Anbindung. An dem Ortstermin nahmen die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau, die örtliche Ratsvertreterin Marthe Pflüger, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Brünninghausen Horst Tieling sowie Bezirksbürgermeister Volker Schultebraucks teil. Unterstützt wurden sie vom Anwohner Theo Wolter, der die Problemlage aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner schilderte.
Zentrale Problematik ist die fehlende fußläufige Anbindung des Wohngebiets. Derzeit sind Anwohnerinnen und Anwohner gezwungen, den Radfahrstreifen der stark befahrenen Zillestraße zu nutzen. Diese ist eine Landesstraße und keine Ortsdurchfahrt, sodass hier der Landesbetrieb Straßen.NRW zuständig ist. Ein sicherer Gehweg fehlt bislang vollständig.
„Es kann nicht sein, dass Menschen auf dem Weg zu Schule, Bus oder Einkauf gezwungen sind, eine Hauptverkehrsstraße ohne sicheren Gehweg zu nutzen. Das ist schlichtweg gefährlich“, betont Marthe Pflüger, Ratsvertreterin für Hombruch.
Dabei sieht der geltende Bebauungsplan bereits Lösungen vor: Zum einen ist ein Fußweg über städtisches Gelände zur Zillestraße geplant, der an der Ampelkreuzung Gotthelfstraße in Höhe des Eingangs zur Schubert-Grundschule endet. Zum anderen soll eine Anbindung an den Generationenweg geschaffen werden. Beide Maßnahmen wurden ein Jahr nach Erstbezug der Siedlung nicht umgesetzt.
„Was im Bebauungsplan beschlossen ist, muss auch realisiert werden. Wir werden über die Bezirksvertretung Hombruch bei der Stadt Dortmund nachhaken und die Umsetzung dieser Fußwegeanbindungen einfordern“, kündigt Bezirksbürgermeister Volker Schultebraucks an.
Ein weiteres Problem betrifft die Verkehrsführung für den motorisierten Verkehr. Die Fahrbahnmarkierungen auf der Zillestraße wurden bislang nicht an das neue Wohngebiet angepasst. Aufgrund einer durchgezogenen Linie ist das Einbiegen in die Ewige Teufe nur aus Richtung Wellinghofen möglich, während das Verlassen des Wohngebiets ausschließlich in Richtung Barop erlaubt ist. Laut Bebauungsplan ist jedoch eine Linksabbiegerspur auf der Zillestraße notwendig.

„Die aktuelle Verkehrsregelung ist unpraktisch und sorgt für unnötige Umwege. Eine Anpassung der Fahrbahnmarkierungen und die Einrichtung einer Linksabbiegerspur sind dringend erforderlich“, erklärt Horst Tieling, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Brünninghausen.
Die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau will sich daher direkt an den zuständigen Landesbetrieb wenden: „Da es sich um eine Landesstraße handelt, werde ich mich an Straßen.NRW wenden und auf eine zügige Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen drängen. Verkehrssicherheit darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Leider erleben wir das immer wieder – selbst wenn einfach nur neue Markierungen auf die Straße gepinselt werden müssen.“
Anwohner Theo Wolter machte vor Ort deutlich, wie belastend die Situation für die Bewohnerschaft ist: „Viele Familien sind hierhergezogen, weil es ein ruhiges Wohngebiet sein sollte. Stattdessen müssen Kinder, ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen täglich gefährliche Wege in Kauf nehmen. Wir hoffen sehr, dass sich nun endlich etwas bewegt.“
Die SPD ist sich einig: Ziel muss es sein, zeitnah sichere und praktikable Lösungen für alle Verkehrsteilnehmenden zu schaffen – egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto.
