Austausch zur Fachkräftesicherung in der Pflege

PRESSEMITTEILUNG: SPD-Landtagsabgeordnete besuchten Fritz-Heuner-Heim der Diakonie in Barop

Die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau besuchte gemeinsam mit dem pflegepolitischen Sprecher der SPD Thorsten Klute das Fritz-Heuner-Heim der Diakonie Ruhr in Dortmund-Barop. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch über die Situation internationaler Auszubildender in der Pflege und die Herausforderungen beim Übergang in eine reguläre Beschäftigung nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss.

Seitens der Diakonie Ruhr nahmen Einrichtungsleiter Jens Schneider, Alexander Wilker, Abteilungsleiter Ausbildungsmanagement, sowie Lara Stirnberg, zuständig für das Integrationsmanagement internationaler Auszubildender, an dem Gespräch teil.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Diakonie schilderten eindrücklich die Schwierigkeiten, mit denen internationale Pflegekräfte nach ihrer Ausbildung konfrontiert sind. Obwohl die Auszubildenden ihre Ausbildung erfolgreich absolvieren und von den Einrichtungen dringend als Fachkräfte benötigt werden, scheitere eine unmittelbare Übernahme in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis häufig an aufenthaltsrechtlichen Vorgaben.

Insbesondere hohe bürokratische Hürden, lange Wartezeiten bei den Ausländerbehörden sowie eine aus Sicht der Praxis unnötig hohe Zahl an Vorspracheterminen erschweren den Übergang erheblich. Die Folge seien Frustration und Unsicherheit bei den Betroffenen. In einigen Fällen verlassen gut ausgebildete Pflegefachkräfte Deutschland nach Abschluss ihrer Ausbildung, obwohl sie angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege dringend gebraucht würden.

Anja Butschkau und Thorsten Klute zeigten Verständnis für die geschilderten Probleme und kündigten an, die gewonnenen Erkenntnisse in die parlamentarische Arbeit einzubringen.

„Wir dürfen es nicht zulassen, dass gut ausgebildete Fachkräfte an vermeidbarer Bürokratie scheitern. Wer hier erfolgreich eine Pflegeausbildung absolviert und arbeiten möchte, muss auch eine verlässliche Perspektive erhalten“, betonten die beiden Abgeordneten.

Die Thematik soll nun sowohl im Gesundheitsausschuss als auch im Integrationsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags aufgegriffen werden. Ziel ist es, bürokratische Hindernisse abzubauen und die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass internationale Pflegefachkräfte nach ihrer Ausbildung dauerhaft in Nordrhein-Westfalen bleiben und den Pflegeeinrichtungen erhalten werden können.

Der Besuch machte deutlich, dass die Gewinnung internationaler Auszubildender ein wichtiger Baustein zur Sicherung der pflegerischen Versorgung ist. Ebenso wichtig ist es jedoch, den Übergang in eine dauerhafte Beschäftigung unbürokratisch und verlässlich zu gestalten. Nur so kann dem Fachkräftemangel nachhaltig begegnet werden.

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