Die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau hat die Baustelle der Dortmunder Stadtentwicklungsgesellschaft (DSG) im Stadtteil Hörde besucht und sich vor Ort über den Fortschritt mehrerer Wohnbauprojekte informiert. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, innovative Energiekonzepte sowie die aktuellen Herausforderungen in der Bau- und Förderlandschaft.
Die DSG, eine Tochtergesellschaft der Stadt Dortmund realisiert aktuell elf Projekte im gesamten Stadtgebiet, davon vier in Hörde. Drei dieser Projekte befinden sich am Standort Stettiner Straße, wo derzeit ein neues Wohnquartier entsteht.
Die Baustelle umfasst insgesamt drei Projekte. Beim ersten Bauabschnitt an der Stettiner Straße auf Höhe der Danziger Straße – südlich des Platzes des Schulzentrums – ist bereits etwa die Hälfte der zweijährigen Bauzeit erreicht. Das Richtfest ist für August 2026 geplant. In diesem Projekt entstehen 43 Wohnungen, von denen 39 öffentlich gefördert sind. Besonders im Fokus stehen familienfreundliche Grundrisse. 23 Wohnungen sind für Familien mit zwei bis drei Kindern ausgelegt und verfügen über vier bis fünf Zimmer. Zudem werden zwei Wohnungen rollstuhlgerecht gebaut. Das Fördervolumen beträgt rund 11 Millionen Euro, was etwa 250.000 Euro pro Wohnung entspricht. Das Gebäude erfüllt den Energieeffizienzstandard 40 und wird mit einem Photovoltaiksystem ausgestattet, das im Rahmen eines Mieterstrommodells der DEW21 genutzt wird.

Die beiden weiteren Projekte entstehen auf der Nord- und Südseite der neuen Erschließungsstraße, die von der Wellinghofer Straße zum Schulparkplatz führt. Der Spatenstich ist für August 2026 vorgesehen, idealerweise zeitgleich mit dem Richtfest des ersten Bauabschnitts. Hier sollen insgesamt 101 Wohnungen entstehen. Ergänzt wird das Quartier durch eine geplante Kindertagesstätte sowie eine Bäckerei im Gebäude an der Kreuzung zur Wellinghofer Straße.
Für diese Bauabschnitte greift eine sogenannte Quartiersförderung in Höhe von 25 Millionen Euro. Rund 65 Prozent der Wohnungen werden öffentlich gefördert. Auf der Südseite übernimmt die DSG zudem die Realisierung eines Wohnprojekt, das ursprünglich von einem privaten Investor gebaut werden sollte. Nach dessen Rückzug wurde das Projekt durch die DSG gesichert und wird nun mit einer gesonderten Förderung umgesetzt.
Im Gespräch wurden auch die aktuellen Herausforderungen im Wohnungsbau thematisiert. Insbesondere steigende Energiekosten und Baupreise führen dazu, dass Finanzierungen neu kalkuliert werden müssen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Dortmund kontinuierlich. Während aus dem jährlichen Globalbudget des Landes Nordrhein-Westfalen, das der Stadt zur Verfügung steht, etwa 200 Wohnungen gefördert werden können, liegt der tatsächliche Bedarf bei rund 900 Wohnungen pro Jahr.
„Wohnen ist die zentrale soziale Frage unserer Zeit. Der anhaltende Mangel an bezahlbarem Wohnraum macht deutlich, dass der Staat eine aktive Rolle übernehmen muss“, sagt Anja Butschkau. „Dortmund ist mit der Gründung der DSG genau diesen Weg gegangen und übernimmt Verantwortung für eine soziale und zukunftsfähige Stadtentwicklung. Die Projekte der DSG zeigen, wie kommunale Wohnungsbaupolitik konkret wirken kann.“
