PRESSEMITTEILUNG: Nach einer kurzfristig anberaumten Bürgersprechstunde in der LEG-Großwohnsiedlung Clarenberg in Dortmund-Hörde schlägt die SPD-Landtagsabgeordnete Anja Butschkau Alarm. Zahlreiche Mieterinnen und Mieter berichteten von gravierenden Missständen in ihren Wohnungen und im gesamten Quartier. Butschkau hat sich deshalb in einem ausführlichen Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der LEG Immobilien Lars von Lackum gewandt und fordert eine umgehende Beseitigung der Probleme.
Innerhalb kurzer Zeit suchten 35 Bewohnerinnen und Bewohner das Gespräch mit der Abgeordneten. Viele der Schilderungen seien, so Butschkau, „erschütternd und in keiner Weise hinnehmbar“. Besonders schwer wiegen langanhaltende Heizungsausfälle – teilweise bereits seit November. Als Notlösung erhielten die Mieter lediglich kleine Heizlüfter, die für eine angemessene Beheizung nicht ausreichen und zudem hohe Stromkosten verursachen, die die Mieter selbst tragen müssten. „Eine solche Übergangslösung über Wochen oder Monate, noch dazu im Winter, ist unzumutbar und gefährdet die Gesundheit der Menschen“, so Butschkau.
Besonders alarmierend seien zudem Berichte über seit Monaten bestehende Duschverbote aufgrund eines Legionellenbefalls. Gerade für ältere oder chronisch kranke Menschen stelle dies nicht nur ein erhebliches Gesundheitsrisiko, sondern auch ein generelles Hygieneproblem für die Betroffenen dar. Hinzu kämen massive Defizite im Kundenservice der LEG. Mängelanzeigen blieben unbeantwortet, Mieter fühlten sich an der Hotline nicht ernst genommen oder sogar respektlos behandelt.

Ein weiterer zentraler Kritikpunkt sind extrem hohe Heizkostennachzahlungen. Fast alle Bewohnerinnen und Bewohner berichteten von Nachforderungen in Höhe von mehreren Tausend Euro, in Einzelfällen sogar bis zu 10.000 Euro. Auffällig sei, dass diese Probleme erst seit der zentralen Abrechnung der Heizkosten durch die LEG auftreten.
„Es ist nicht plausibel, dass individuelles Heizverhalten solch extreme Summen verursacht. Hier drängt sich der Verdacht systemischer Fehler auf“, erklärt Butschkau.
Darüber hinaus wurden weitere Missstände geschildert: Rattenbefall, überfüllte Mülltonnen, regelmäßig ausfallende Aufzüge sowie menschliche Hinterlassenschaften in Treppenhäusern und Aufzügen. Auch wenn nicht alle Probleme unmittelbar von der LEG verursacht seien, trage das Unternehmen als Eigentümerin eine klare Verantwortung für Ordnung, Sicherheit und Wohnqualität in und um ihren Häusern.
„Die Menschen am Clarenberg sind wütend und verzweifelt. Und sie fühlen sich von der LEG im Stich gelassen. Viele haben dort über Jahre gern gelebt und erleben nun einen massiven Verfall ihres Quartiers“, so die SPD-Politikerin. „Unser Grundgesetz besagt, dass Eigentum verpflichtet. Wohnen ist ein Grundbedürfnis und niemand soll solche Zustände ertragen müssen.“
Anja Butschkau erwartet nun eine zeitnahe Stellungnahme der LEG sowie konkrete, transparente Maßnahmen zur schnellen und nachhaltigen Beseitigung der Missstände. „Die Mieterinnen und Mieter warten seit einem Vierteljahr auf Lösungen. Diese müssen jetzt kommen!“
