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Phoenix-Gymnasium auf dem Weg in die digitale Zukunft

Wohl jeder, der ein Kind in der Schule hat oder der selbst noch nicht allzu lange aus der Schule raus ist, kennt die Situation. Schulen, in denen das Lernen mit und am Computer nicht wirklich stattfinden kann. Schulen, in denen es nicht in jedem Klassenraum Internet gibt und in denen die Ausstattung mit Computern nicht wirklich vorhanden ist.

Was sich mir am Donnerstag bei meinem Besuch des Phoenix-Gymnasiums in Hörde eingeprägt hat, war die Aussage von Schuldirektorin Frau Tillmanns, die sagte, dass man sich noch vor vier Jahren gewünscht hätte, wenn es in jedem Klassenraum jeweils einen PC mit Internetanschluss geben würde. Dass es nun ganz anders kommt, dafür hat das Landesprogramm Gute Schule 2020 gesorgt, das 2016 von Rot-Grün ins Leben gerufen wurde.

Denn mit dem Programm wurde zum einen die Sanierung alter Schulgebäude voran gebracht, zum anderen aber auch massiv in die digitale Infrastruktur der Schulen investiert. Und das Phoenix-Gymnasium ist da ganz vorne mit dabei. Für 180.000 Euro wurden zahlreiche Tablet-PCs, Bildschirme, digitale Klassentafeln und anderes Zubehör angeschafft. Die Schule ist flächendeckend mit schnellem Internet und W-LAN ausgestattet. Auch wenn bei weitem noch nicht alle Schüler*innen mit einem eigenen Tablet ausgestattet sind, ermöglicht die neue Ausstattung einen modernen Unterricht mit neuen didaktischen Konzepten, die die Schüler*innen auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereiten.

Ich habe sehr engagierte Lehrkräfte kennengelernt, die die neuen Möglichkeiten mit viel Leidenschaft ausprobieren, weiterentwickeln und ihre Kolleg*innen mitnehmen. Dennoch wurde mir auch klar: Das Ganze muss vom Land begleitet werden. Lehrer*innen brauchen geeignete Fortbildungsmöglichkeiten, um nicht mit der Technik allein gelassen zu werden. Gerade ältere Kolleg*innen, die nicht zu den Digital Nerds gehören, dürfen nicht abgehängt werden.

Es sind aber auch organisatorische Fragen offen. Wie werden die Geräte verwaltet, wie werden sie sicher vor Diebstahl aufbewahrt? Und wer entwickelt die didaktischen Konzepte der Zukunft? Momentan werden am Phoenix-Gymnasium diese Aufgaben durch fleißige Kolleg*innen wahrgenommen, die dies neben ihren täglichen Aufgaben erledigen.

Ich freue mich, dass wir in den Schulen neue Wege gehen. Denn der digitale Wandel kommt nicht erst morgen, sondern ist bereits Gegenwart. Ulli Sierau, der am Schulbesuch ebenfalls teilnahm, machte deutlich, welche Rolle das Thema gerade in Dortmund spielt. Mit Stolz berichtete er, dass Dortmund vor kurzem zur digitalsten Stadt Deutschlands gekürt wurde. Das liegt auch an den vielen modernen Unternehmen, die in Dortmund zu Hause sind – gerade auch in und rund um Hörde (Phoenix-See, Phoenix-West…).

Und Sierau will von den einigen Modellprojekten nun in die Fläche gehen. Alle 155 Schulen in Dortmund sollen flächendeckend mit schnellem Internet ausgerüstet werden. Weitere Schulen sollen digital ausgestattet werden. Dafür stehen aus dem Programm Gute Schule 2020 bis 2020 18,3 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt – also auch für die Sanierung der Schulgebäude – erhält Dortmund 94 Millionen Euro vom Land.

Aber über eins sollten wir uns im Klaren sein. Nach Gute Schule 2020 ist vor Gute Schule 2025. Gerade im technischen Bereich gibt es einen steten Wandel. Geräte veralten ziemlich schnell. Und wie die digitale Ausstattung stetig auf dem neues Stand gehalten wird, dazu haben wir noch keine Lösung. Da wird auch das Land weiter gefragt sein, um die Kommunen nicht mit dieser Herausforderung im Stich zu lassen.

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