Eine grüne Oase mit 88 Parzellen, spielenden Kindern und viel Platz zum Durchatmen: Der Kleingartenverein „Am grünen Entenpoth“ bietet mitten in Dortmund ein Stück Lebensqualität. Während die Kinder auf dem Spielplatz toben, ragt im Hintergrund das alte Hoesch-Gasometer in den Himmel. Hier hat die Natur ihren festen Platz im Stadtleben.
Sevde Yildiz ist seit rund eineinhalb Jahren Pächterin einer Parzelle und begeistert von der Anlage. „Hier haben wir Platz. Die Kinder können barfuß laufen“, erzählt die junge Mutter Anja Butschkau, die den Verein bei einem Rundgang besucht. Bis sie ihre eigene Parzelle bekam, musste sie allerdings mehrere Jahre warten.
Als Beauftragte der SPD-Landtagsfraktion für Kleingärten setzt sich Butschkau im Landtag für die Interessen der Vereine ein. Auch in Dortmund spielen Kleingärten eine wichtige Rolle: 119 Anlagen mit rund 8.200 Gärten gibt es in der Stadt. Etwa 95 Prozent der Anlagen befinden sich in städtischem Besitz und werden an interessierte Kleingärtnerinnen und Kleingärtner verpachtet. Die Nachfrage ist groß.
Bei ihrem Rundgang verteilt Butschkau kleine Tüten mit Saatgut und Seifen an die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. Eine willkommene Aufmerksamkeit nach der oft anstrengenden und schmutzigen Arbeit im Garten.
Der Verein „Am grünen Entenpoth“ wurde 1950 gegründet. Der heutige Vorsitzende Martin Blankenburg berichtet, dass zunehmend jüngere Generationen das Vereinsleben mitgestalten und am Laufen halten. Besonders junge Familien seien an einem eigenen kleinen Stück Grün interessiert. Gleichzeitig würden die Vereine und ihre Ausstattung in die Jahre kommen.
Das weiß auch Anja Butschkau. Mit einem Antrag im Landtag fordert sie deshalb ein Förderprogramm zur Sanierung von Kleingartenanlagen in ganz Nordrhein-Westfalen. „Damit bringen wir die Vereinsheime und Anlagen mal richtig auf Vordermann!“, betont sie.
