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Wort gehalten: Mein Gegenbesuch im Frauenheim Wengern

Im Februar besuchten mich die Frauenbeauftragten des Frauenheims Wengern, Svenja Müller, Martina Hauser und Astrid Tremblau, im Landtag in Düsseldorf. Da vor Ort nur wenig Zeit für intensive Gespräche war, luden mich die drei Frauen anschließend zu einem Besuch in ihre Einrichtung ein, um dort die Gespräche zu vertiefen. Besonders neugierig machte mich damals der vom Frauenheim ausgearbeitete Handlungsleitfaden gegen Gewalt. Darüber wollte ich mehr erfahren.

Am Freitag war es dann soweit und ich besuchte zusammen mit meinen Abgeordnetenkollegen Nadja Büteführ und Rainer Bovermann das Frauenheim in Wetter. Als örtlicher Abgeordneter kannte Rainer Bovermann die Einrichtung schon gut. Die drei Frauenbeauftragten sowie die Gesamteinrichtungsleiterin, Edelgard Spiegelberg, begrüßten uns herzlich und freuten sich über unseren Besuch.

Nach einem kurzen Abriss der Einrichtungsentwicklung von der Gefährdetenhilfe bis hin zur Eingliederungshilfe mit individueller Betreuungs- und Pflegeplanung unter der Berücksichtigung der personenzentrierten Planung im Gesamtplanverfahren durch Edelgard Spiegelberg kam es zu einem regen Austausch der Anliegen und Aufgabenstellung der Frauenbeauftragten. Martina Hauser warb um Unterstützung für die gesetzliche Verankerung der Frauenbeauftragten Wohnen, um so eine pflegesatzrelevante Finanzierung der Frauenbeauftragten zu erreichen. Sie warb für eine Verankerung dessen im Wohn- und Teilhabegesetz des Landes. Astrid Tremblau und Svenja Müller wiesen darauf hin, dass die Finanzierung durch die Schaffung der Frauenbeauftragten der Werkstatt für behinderte Menschen im Bundesteilhabegesetz zwar gesichert, aber die Kosten für ihre Tätigkeiten und für die ihrer Assistenz nicht ausreichend gedeckt seien. Nachverhandlungen mit dem Landschaftsverband seien deshalb erforderlich.

Voller Stolz berichteten Müller, Hauser und Tremblau sowie ihre Assistenz Sandra Förster über die interne Fortbildung „Was macht die Frauenbeauftragte?“, in der sie den Bewohnerinnen, Klientinnen und Beschäftigten am 26. März über ihre Arbeit referierten.

Das Frauenheim Wengern der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen hält ein breit gefächertes Angebot in den Bereichen Wohnen, Bildung, Arbeit, Förderung, Beratung und Freizeit im Ennepe-Ruhr-Kreis vor. Mehr als 200 Frauen und Männer mit geistigen und psychischen Behinderungen nehmen jährlich diese Leistungen in Anspruch.

Weitere Informationen unter www.frauenheim-wengern.de

Es war ein guter Besuch aus dem ich viele Anregungen mitnehme.

Foto: Prof. Dr. Rainer Bovermann, Dr. Nadja Büteführ und Anja Butschkau (v.l.) informierten sich bei Martina Hauser, Assistenz Sandra Förster, Astrid Tremblau und Svenja Müller (sitzend) über die Arbeit der Frauenbeauftragten im FRAUENHEIM WENGERN.

Fotografin: Manuela Schunk



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