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Alleinerziehende unterstützen: Eine funktionierende Familie darf nicht von der Zahl der Elternteile abhängen

Alleinerziehende leisten jeden Tag viel, damit ihre kleine Familie funktioniert. Sie gehen arbeiten, damit ihre Kinder unbeschwert aufwachsen können. Sie organisieren den Haushalt und erziehen die Kinder. Dies ohne eine*n Partner*in zu schaffen, verlangt ihnen viel ab. Oft fehlen ihnen die Zeit und das Geld, welche Familien mit zwei Elternteilen zur Verfügung stehen. Daher wollen wir Alleinerziehende unterstützen.

Hohes Armutsrisiko

Alleinerziehende und ihre Kinder haben das höchste Armutsrisiko. Oft ist Arbeit nur in Teilzeit möglich, wenn man Familie und Beruf unter einen Hut bekommen möchte. Viele Alleinerziehende beziehen staatliche Sozialleistungen. Ein berufliches Weiterkommen ist für sie oft nicht möglich. Durch das niedrigere Einkommen haben Alleinerziehende Einbußen bei der Altersversorgung und können weniger am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Geringere Zeitsouveränität

Alleinerziehende haben aufgrund der Mehrfachbelastung weniger Zeit für ihre Kinder, aber auch für sich selbst, z.B. für Hobbys und soziale Kontakte. Gerade alleinerziehende Mütter arbeiten überdurchschnittlich oft in Berufen mit besonders frühen oder späten Arbeitszeiten. Passt die Kinderbetreuung nicht zur Arbeitszeit, wird das zu einem Problem. Ohne enge Freund*innen und Verwandte haben sie es dann schwer.

Wir finden, dass Alleinerziehende jeden Tag Großartiges leisten. Sie werden in unserer Gesellschaft aber oft benachteiligt. Das ist ungerecht! Daher wollen wir sie stärker unterstützen.

Mit diesem Konzept wollen wir alleinerziehende Müttern und Vätern unterstützen:

  1. Flächendeckende Unterstützung, die ankommt

    Wir wollen landesweit flächendeckend und bedarfsgerecht qualifizierte Beratungs- und Unterstützungsangebote schaffen. Ein ressortübergreifendes Förderprogramm zur Unterstützung alleinerziehender Eltern soll Benachteiligungen bei Qualifizierung, Arbeitsmarktintegration, Kinderbetreuung und Teilzeitmöglichkeiten abbauen.

  2. Beruflichen Fortschritt ermöglichen

    Wir wollen die Möglichkeiten, eine Ausbildung oder ein Studium in Teilzeit zu absolvieren, ausbauen und qualitativ weiterentwickeln. Auch die berufliche Weiterbildung soll sich stärker an den Bedürfnissen von Alleinerziehenden orientieren. Mit der Agentur für Arbeit und den Jobcentern wollen wir den Wiedereinstieg nach Erziehungs- oder Pflegezeiten erleichtern. Eine Kampagne soll Alleinerziehende und Unternehmen über Elternzeitmodelle und Teilzeitweiterbildungsmöglichkeiten informieren.

  3. Kinderbetreuung verbessern

    Unser Ziel ist eine familien- und kindgerechte Bereitstellung von ausreichend Betreuungsmöglichkeiten für Kinder auch in Randzeiten. Wir fordern die Abschaffung der Kita-Gebühren, um Familien zu entlasten. Dafür brauchen wir eine auskömmliche Finanzierung der frühkindlichen Bildung.

  4. Mehr Zeit für die Familie

    Wir wollen Alleinerziehende im Haushalt entlasten. In einem Modellprojekt wollen wir untersuchen, ob Gutscheine für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen ein erfolgreiches Mittel sein können. Wir wollen außerdem die Angebote der Familienerholung stärken und ausbauen und die Rahmenbedingungen für Elternschafts- und Pflegeurlaub verbessern.

  5. Armut bekämpfen

    Wir setzen uns für die Einführung einer Kindergrundsicherung ein, die alle staatlichen Leistungen der Kinderförderung zu einer einheitlichen finanziellen Leistung zusammenführt. Teilnehmer*innen einer Weiterbildungsmaßnahme sollen einen auskömmlichen Zuschuss zum Arbeitslosengeld erhalten. Außerdem wollen wir steuerliche Nachteile von Alleinerziehenden beseitigen.

Alleinerziehende unterstützen: Arbeit, Kind und viel zu wenig Schlaf! Alleinerziehende brauchen unsere Unterstützung. Wir fordern Anerkennung ihrer Leistung und konkrete Entlastungen im Alltag.

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