Beim diesjährigen Girls’ and Boys’ Day im nordrhein-westfälischen Landtag stand eines ganz besonders im Mittelpunkt: jungen Menschen Mut zu machen, ihren eigenen Weg zu gehen – jenseits von überholten Rollenbildern. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, sich über Ausbildungsberufe und Studiengänge zu informieren, in denen Mädchen und Jungen bislang noch unterrepräsentiert sind.
Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ konnten sie ganz praktisch erleben, wie vielfältig die berufliche Welt ist. Im direkten Austausch mit Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen bekamen die Jugendlichen ehrliche Einblicke in den Berufsalltag und konnten herausfinden, was zu ihren eigenen Interessen und Stärken passt.
Auch meine Einladung an die Gesamtschule Brünninghausen, diesen Tag im Landtag zu verbringen, war mir ein großes Anliegen. Gerade solche Begegnungen sind wichtig, um Türen zu öffnen und neue Perspektiven aufzuzeigen. Ich bin überzeugt: Wer früh erfährt, was alles möglich ist, trifft später selbstbewusstere Entscheidungen für die eigene Zukunft.
Neben der Berufsorientierung bot der Besuch auch die Chance, Politik einmal ganz unmittelbar zu erleben. Gespräche mit Abgeordneten und Einblicke in parlamentarische Abläufe machen deutlich, wie Demokratie konkret funktioniert. So haben sie gesehen, dass es sich lohnt, sich einzubringen.
Der Girls’ and Boys’ Day leistet damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengleichheit. Er zeigt: Jeder Mensch soll die gleichen Möglichkeiten haben! Ganz unabhängig davon, ob er einem bestimmten Rollenbild entspricht oder nicht. Genau dafür setzen wir uns ein.

