Persönlich

Mutter sein und arbeiten: Vergesst Euer schlechtes Gewissen!

Gerade nach meinem letzten Beitrag über meine Berufstätigkeit werde ich vermehrt von Frauen gefragt, ob ich denn nie ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Tochter hatte. Ganz ehrlich: Hatte ich! Und wie!

Aber weder mein Mann noch meine Tochter haben mir jemals Vorwürfe gemacht. Meist waren es andere, die mir hinter vorgehaltener Hand vorwarfen, zu wenig Zeit für mein Kind zu haben. Übrigens völlig unbegründet, denn wir wissen doch alle, dass es einen positiven Einfluss auf Kinder hat, wenn beide Elternteile arbeiten. Und dass es vielmehr darauf ankommt, wie man die Zeit mit den Kindern verbringt.

Na ja, fast alle! Im Moment sitzt ja eine Partei im Parlament, die alles wieder zurückdrehen will! Back to the ’50s!

Anja Butschkau mit Tochter Nele auf der Arbeit bei der AWO

Selbstverständlich müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Damit meine ich ausreichend KiTa-Plätze, verständnisvolle Arbeitgeber*innen, Freund*innen, die einspringen, wenn es eng wird und ein*e Partner*in, die/der versteht, worum es geht bei der Gleichstellung!

Ja und dann kommt es auf uns selbst an: Vergesst Euer schlechtes Gewissen! Letztlich können wir es sowieso nicht allen recht machen. Die Crux ist nämlich: Auch Frauen, die nach der Geburt ihrer Kinder der Karriere den Rücken kehren und für Heim und Herd sorgen, plagt häufig langfristig das schlechte Gewissen. Sie fühlen sich unterfordert und unselbständig.

Eins muss klar sein: Wie auch immer Ihr Euch entscheidet: Ob berufliche Auszeit, Teil- oder Vollzeitbeschäftigung, Eure Kinder sind meist am glücklichsten, wenn Ihre Eltern es auch sind!

Also, macht was draus und bleibt solidarisch! 😘😘

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