Persönlich

„I have a dream…“ – Dem Alltagsrassismus den Kampf ansagen!

Viel wurde in den letzten Wochen über Alltagsrassismus und strukturellen Rassismus gesprochen, geschrieben und gesendet. Und immer wieder kommt mir die berühmte Rede von Martin Luther King aus dem Jahr 1963 (I have a dream) in den Sinn. Warum haben wir diesen Traum von Gleichberechtigung immer noch nicht erreicht?

Der Tod von George Floyd hatte weltweit Empörung, Entsetzen und Anteilnahme ausgelöst. Die brutale und unnötige Gewalt, der er ausgesetzt war, ist ein Beispiel dafür, dass die Menschen, obwohl vor dem Gesetz gleich, immer noch nicht gleich behandelt werden. Und das beschränkt sich nicht nur auf die USA.

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Auch bei uns in Deutschland gibt es Alltagsrassismus. Menschen afrikanischer Herkunft, das sind doch die Drogendealer an der Hausecke oder die Reinigungskraft im Büro. Wie viele Menschen denken wohl so? Aber wir haben nun mal auch zigtausende Ärzte und Studierende afrikanischer Herkunft in Deutschland. Menschen, die ihr Leben leben wollen und keine tägliche Überprüfung ihrer Daten und Person, wenn sie mit dem ÖPNV unterwegs sind. Zu oft haben wir bestimmte Stereotype vor Augen, wenn wir Menschen mit bestimmter Hautfarbe sehen. Die Schwierigkeiten, die man mit ausländisch klingenden Namen auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt hat, sind seit Jahren bekannt. Dennoch hat sich nichts an der Situation geändert, dass Migrant*innen deutlich schwerer Wohnungen bekommen und beruflich mehr Bewerbungen schreiben müssen, als Personen mit deutschem Namen.

All das nehmen wir zur Kenntnis, doch geändert hat sich in den letzten Jahren nicht viel. Und das ist nur der Alltagsrassismus. Wesentlich gefährlicher ist der Rassismus, der sich in Gewalt ausdrückt. Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten hat in Deutschland zugenommen. So bezeichnete Bundesinnenminister Horst Seehofer Rechtsextremismus derzeit als „die größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland.“ Recht hat er! Und wir können ihn nur bekämpfen, indem wir dem Alltagsrassismus keine Chance geben.

Lasst uns die Menschen gleich behandeln, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung. Lasst uns den Rechtsextremisten zeigen, dass ihre Einstellung keine Chance hat. Lasst uns ihnen zeigen, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der die Menschen nach ihrem Verhalten und nicht nach ihrem Aussehen beurteilt werden. Lasst uns den Rechten zeigen, dass wir für ihr Weltbild keinen Platz haben!

Lasst uns Menschen sein und uns gegenseitig respektieren und wertschätzen. Lasst uns dem Vorbild von Bob Marley folgen: „Gott hat nie einen Unterschied gemacht zwischen schwarz, weiß, blau, rosa oder grün. Menschen sind einfach Menschen.“

Lasst uns dafür streiten, dass der Traum von Martin Luther King wahr wird: „I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.“

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