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„Eine Rede im Landtag zu halten war ein schönes Gefühl.“

Jana Beuchel-Oehmchen aus Großholthausen vertrat Anja Butschkau MdL für drei Tage im Landtag

Im Juli fand im Landtagsgebäude in Düsseldorf der 10. Jugend-Landtag statt. Jede*r Landtagsabgeordnete*r konnte eine*n Jugendliche*n für drei Tage nach Düsseldorf einladen, damit sie die Politiker dort vertreten. Dieses Planspiel hat mittlerweile schon Tradition und die Jugendlichen sind vor Ort in einer Jugendherberge untergebracht. Das Programm während der drei Tage ist sehr voll, da die Jugendlichen einen möglichst realistischen Eindruck von den Abläufen erhalten sollen. Dazu zählen: Pressekonferenz, Plenarsitzungen, Fraktionssitzungen mit Wahlen der Fraktionsspitze, Anhörungen, Themenarbeitssitzungen, Ausschusssitzungen und einiges mehr.

„Der Jugend-Landtag war klasse, aber auch anstrengend.“ berichtet Jana Beuchel-Oehmchen, die Anja Butschkau (SPD) im Jugend-Landtag vertrat. Jana ist 18 Jahre alt und besucht die 12. Klasse der Gesamtschule Gartenstadt. Sie ist an Politik interessiert und lobt den Jugend-Landtag. Sie habe viel mitgenommen und möchte im nächsten Jahr die Landtagsverwaltung bei Organisation und Durchführung des Jugend-Landtags unterstützen.

Bei einem Treffen mit Anja Butschkau berichtet Jana Beuchel-Oehmchen, dass sie beim Jugend-Landtag viele andere Jugendliche kennengelernt habe, mit denen sie immer noch in Kontakt stehe. Über verschiedene Whatsapp-Gruppen gebe es weiter rege Diskussionen und einen politischen Austausch. Jana berichtet aber auch darüber, dass einige der Jugendlichen, die Whatsapp-Gruppen nutzen, um rassistische Videos zu verbreiten. Damit hatte sie nicht gerechnet.

Für Jana waren einige Sitzungen sehr zäh: „Bei den Fraktionssitzungen kamen wir manchmal nicht voran. Die Sitzungen waren anstrengend und Kompromisse zu finden, war oft schwierig. Und einige Male gab es Streit zwischen den Fraktionen.“

Anja Butschkau unterstützt den Jugend-Landtag und lädt gerne junge und engagierte Menschen zu diesem ein. „Die Jugendlichen brauchen keinen Parteihintergrund oder sollen irgendwem nacheifern. Es sollen Jugendliche mit Interesse an Politik und Gesellschaft sein, die ihre eigenen Ideen in den Jugend-Landtag mitbringen.“ so Butschkau.

Das hat Jana gemacht und sich in den Fraktionssitzungen eingemischt. Während des Jugend-Landtags durfte sie sogar eine Rede halten: „Die Rede zu halten war ein schönes Gefühl. Das war meins. Auch abends in der Jugendherberge wurde noch häufig weiterdiskutiert.“ sagte Jana. Für den nächsten Jugend-Landtag gab Jana den Organisator*innen auch noch einen Hinweis mit auf den Weg: „In Zukunft sollten die Jugendlichen mit höheren Funktionen wie Fraktionsvorsitz oder Landtagspräsidium besser geschult werden, was ihre genauen Aufgaben seien. Das lief nicht reibungslos.“

Ein Antrag ihrer Fraktion, der ihr besonders in Erinnerung blieb, war der Vorschlag, dass Schülerinnen und Schüler an 12 Tagen im Jahr entschuldigt in der Schule fehlen dürfen, um an Demonstrationen teilzunehmen. Hier spielte vor allem die Diskussion um die Fridays for Future – Demonstrationen, die während der Schulzeit stattfinden, eine Rolle. Aber hierfür gab es im Jugend-Landtag keine Mehrheit.

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